Aktuelle Mitteilungen des Landesanglerverbandes
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen aktuellste Informationen und Mitteilungen zu Themen der Angelfischerei geben, sowie in komprimierter Form aktuelle Hinweise, Hintergrundberichte oder Pressemitteilungen veröffentlichen.

vor

Zu verkaufen: Anhänger des LAV, an Meistbietenden

Görslow, den 30.06.2020

Zu verkaufen: Anhänger des LAV, an Meistbietenden

2-achsiger Anhänger, Typ: HT TA G VD

 

Hersteller:          HUMBAUR

Erstzulassung:   21.07.2015

TÜV:                     bis 9/2021

Techn. Daten:   Länge Aufbau 4,10 m/ Länge Zugvorrichtung 1,40 m/ Breite 1,90 m/ Höhe gesamt 2,40 m, Zul. Gesamtgewicht 2 700kg

Zubehör:             Plane   

 

Mindestgebot 2300 Euro.  Gebote per Mail bis 01.08.2020 an info@lav-mv.de

Selbstabholer, Besichtigung in der LAV-Geschäftsstelle (Mo bis Frei zu Geschäftszeiten)

OT Görslow, Siedlung 18a / 19067 Leezen / Tel:   +49 3860 56030

 

Fotos in PDF:

LAV


NDR: Freiwillige Schutzvereinbarung für Schweriner Seen

Schwerin, den 29.06.2020

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Mit einer freiwilligen Vereinbarung wollen Wassersportler, Angler und Naturschützer künftig Tiere und Pflanzen besser schützen, die im Vogelschutzgebiet "Schweriner Seen" leben (Archivbild).

Die Schweriner Seen gehören nach der Müritz zu den größten Seen des Landes. Die dort heimischen Tiere und Pflanzen, insbesondere Wasservögel, sollen künftig besser geschützt werden. Das hat sich ein Bündnis zum Ziel gesetzt. Dem gehören zahlreiche Vereine, Verbände und Initiativen an - unter ihnen Wassersportler, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, die Stadt Schwerin und der Landesanglerverband.

 

Haubentaucher und andere Arten leiden

Wellen plätschern - in einer Bucht - am Südufer des Schweriner Innensees. Ein Haubentaucher schwimmt durchs Schilf, schnappt nach einem Fisch. Dieser Vogel fühlt sich zunehmend gestört, weiß Mario Voigt-Haden vom Landesanglerverband: "Also wenn zum Beispiel schnell fahrende Boote durchfahren, das mag er überhaupt nicht. Dann flieht er sofort oder wenn Jetskis fahren. Das stört den Haubentaucher. Dann ziehen sie sich richtig zurück in den Schilfgürtel und kommen den ganzen Tag nicht mehr vor."

 

Besondere Tempolimits und Kontrollen für Motorboote

Problematisch wird es während der Mauser. Von Mitte Juli bis Ende September sind Haubentaucher zeitweise flugunfähig und besonders störungsempfindlich. Deshalb sollen Boote künftig in ausgewiesenen Gebieten nur noch neun statt der erlaubten 25 Kilometer pro Stunde fahren. Die Wasserschutzpolizei will künftig Geschwindigkeitsüberschreitungen stärker kontrollieren. Auch Hartmut Braun von der "Interessengemeinschaft Schweriner Seen und Umland" unterstützt die freiwillige Vereinbarung: "In den letzten Jahren hat sich das ja auch gezeigt, dass es immer wichtiger ist, sich mit der Natur zu beschäftigen und auch die Natur zu schützen, damit hier der Bestand von Haubentauchern und natürlich auch der Bestand vom Schilf verbessert oder zumindest gleichgehalten werden kann."

 

Schilf geht seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück

Seit etwa 40 Jahren geht der Schilfgürtel stetig zurück. Ein Gutachten hat ergeben: Ursache ist nicht der Wassersport. Wechselnde Wasserstände und Schädlinge sind das Problem. Mario Voigt-Haden vom Landesanglerverwand zählt einige auf: "Desweiteren ist ein Eipilz genannt worden. Dann sind es auch Fraßschädlinge. Die Nutria, die Bisamratte oder die Graugans. Und an der Insel Lieps die Rinder, die den Schilfgürtel dort ganz schön stark geschädigt haben."

 

Gebote statt Verbote - mit Bojen und Infotafeln

Um das Schilf als wichtigen Lebensraum für Vögel und Fische besser zu schützen, sollen beispielsweise Boote höchstens 30 Meter an den Schilfgürtel heranfahren dürfen. Mitten auf dem Wasser werden nun Bojen installiert, damit Boote dort festmachen können und nicht am Ufer. Das Motto dabei: Gebote statt Verbote, so Freizeitsegler Hartmut Braun. "Der Erfolg wird dann beschieden sein, wenn die Leute, die das hier nutzen, vor allem Wassersportler und Angler, wenn man die umfassend informiert." Momentan werden 17 Infotafeln mit Bildern und Verhaltensregeln erarbeitet, die um das Vogelschutzgebiet "Schweriner Seen" aufgestellt werden.

 


 


Pressemitteilung: Nutzen und schützen – Freiwillige Vereinbarung für das Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“

Schwerin/ Görslow, den 29.06.2020

Gemeinsame Pressemitteilung
der Steuergruppe Freiwillige Vereinbarung Naturschutz, Wassersport und Angeln im Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“

Nutzen und schützen – Freiwillige Vereinbarung

für das Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“

 

Wassersportler, Angler und der Naturschutz legen den erfolgreichen Abschluss der Freiwilligen Vereinbarung „Naturschutz, Wassersport und Angeln im Vogelschutzgebiet ‚Schweriner Seen‘ “ vor. Damit wird eine etwa zweieinhalb Jahre dauernde Suche nach Interessenausgleich zwischen Nutzung und Schutz besiegelt.

 

Mit Hilfe der jetzt geschlossenen Freiwilligen Vereinbarung sollen die Ziele Störungsvermeidung und Röhrichtschutz aus dem Managementplan für das Europäische Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“ erfüllt und so weitere rechtliche Schutzmaßnahmen entbehrlich werden. Das wird gelingen, wenn möglichst alle Nutzer des Sees die Vereinbarungen umsetzen.

 

Im Kern der Vereinbarung sollen Wasservögel in ausgewählten sensiblen Bereichen des Schweriner Sees und Ziegelaußensees geschützt werden. Um Störungen der Tiere vor allem während der Brut im Röhricht zu vermeiden, sind freiwillige Einschränkungen für Wassersportler verabredet worden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Haubentauchern. Diese Wasservögel sind während der Mauser von Mitte Juli bis Ende September zeitweise flugunfähig. Zukünftig sollen zur Beruhigung der Röhrichtbereiche zusätzlich Festmacherbojen, sogenannten Mooringbojen, angeboten werden, die das Ankern von Booten zielgerichtet lenken.

 

Der Managementplan für das Europäische Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“ wurde unter Federführung des StALU WM mit umfangreicher Öffentlichkeitsbeteiligung in den Jahren 2013 bis 2015 erarbeitet. Dabei wurde festgestellt, dass sich die meisten Vogelarten in einem guten Erhaltungszustand befinden und zum dauerhaften Schutz Beruhigungen in bestimmten See- und Uferbereichen wichtig sind. Hierfür ist die Freiwillige Vereinbarung ein geeignetes Instrument.

Die Störungsvermeidung durch Beruhigung ist ein Teil des gesamten Managementplans, der die Freizeitnutzung der Seen betrifft.

Weitere wichtige Maßnahmen sind erforderlich und sollen parallel umgesetzt werden. Dazu zählt unter anderem der Umgang mit Nesträubern wie den invasiven Arten Mink und Waschbär. Für den Röhrichtschutz sollen Fraßschäden durch Bisam und Nutria eingedämmt und einzelne Maßnahmen, wie Palisaden, zum Schutz vor Wellenschlag umgesetzt werden.

 

Die Freiwillige Vereinbarung entwickelten Interessenvertreter der Bereiche des Wassersports, des Tourismus, der Angler, des Naturschutzes und Vertreter verschiedener Behörden miteinander. Diese so verschiedenen Partner führt das gemeinsame Ziel zusammen‚ im Europäischen Vogelschutzgebiet „Schweriner Seen“ den Schutz der Arten und Lebensräume und die unterschiedlichen Nutzungen in Einklang zu bringen.

 

„Die Erarbeitung dieser Freiwilligen Vereinbarung war ein langer und schwieriger Prozess, der nun zu einem tragfähigen Kompromiss geführt hat. Dafür zolle ich allen Beteiligten meinen Respekt. Es zeigt sich, dass ein Interessensausgleich zwischen den Naturschutz- und Nutzungsansprüchen möglich ist“, freut sich Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V.

"Um die Freiwillige Vereinbarung auf einen erfolgreichen Weg zu bringen, ist es besonders wichtig, alle Nutzer zeitnah zu informieren und zum Mitmachen aufzufordern. Dies wird ein Prozess sein, der immer wieder angestoßen werden muss“,ruft Herr Braun von der ISSU zum Mitmachen auf.

„Die Schweriner Seen sind wichtiger Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000. Hier ist es Aufgabe der Menschen, den anhaltenden Verlust der Biodiversität zu stoppen“, sagt Corinna Cwielag, Vertreterin des BUND Schwerin.

Mario Voigt-Haden, Referat Umwelt-, Natur- und Artenschutz des Landesanglerverbandes (LAV M-V e.V.) stellt fest: „Schilf ist ein immens wichtiger Lebensraum auch für unsere Fische. Gerade in diesen Bereichen, den Übergangszonen im Gewässer, finden wir eine hohe Biodiversität, Zusammenleben verschiedenster Arten, die es zu schützen gilt.“

 

Erste große Vereine haben bereits ihre Unterschrift geleistet, weitere bekundeten ihre Bereitschaft zur Umsetzung der Freiwilligen Vereinbarung. Durch die Corona-Pandemie und entsprechende Einschränkungen der letzten Monate verzögerte sich die Bekanntmachung und Werbung für die Freiwillige Vereinbarung. Nun sind offiziell weitere Vereine und Organisationen eingeladen, sich anzuschließen und die Vereinbarung mitzutragen. Der vollständige Wortlaut sowie Kartenmaterial und die Möglichkeit, selbst eine Unterschrift zu leisten, finden sich auf der Internetseite des StALU Westmecklenburg (http://www.stalu-mv.de/wm/).

 

Die beteiligten Interessenvertreter wurden bei der Entwicklung der Vereinbarung durch eine unabhängige Moderation unterstützt. Die Finanzierung erfolgte über ein Förderprojekt aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und des Landes M-V.

Zur Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit soll ein Gremium aus den beteiligten Interessengruppen gebildet werden. Es wird die Freiwillige Vereinbarung unter anderem durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützen, die Umsetzung auswerten und deren Inhalte weiterentwickeln.

Als erster Schritt soll eine Info-Tafel und ein Faltblatt mit interessanten Informationen zum Schutzgebiet und den Inhalten der Freiwilligen Vereinbarung entwickelt werden.

 

 

In der Steuergruppe der Freiwilligen Vereinbarung beteiligen sich (in alphabetischer Reihenfolge):

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, BUND-Gruppe Schwerin (BUND),

Landeshauptstadt Schwerin

Industrie- und Handelskammer (IHK),

Interessengemeinschaft Schweriner Seen und Umland (ISSU),

Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LAV M-V e.V.),

Pro Schwerin e.V.,

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (StALU WM).

Weitere Beteiligte, z.B. Naturschutzwarte, Fischer, etc. wurden zu einzelnen Fragestellungen einbezogen.


 


SVZ: Schwerin - Sind die Seen so zu retten? Freiwillige Vereinbarung getroffen

Schwerin, den 29.06.2020

Autor: Mario Kuska – Quelle: https://www.svz.de/28809687 ©2020

Nach zähem Kampf: Naturschützer, Angler, Wassersportler und Wirtschaftsexperten verabschieden freiwillige Vereinbarung zum Vogelschutz

Zweieinhalb Jahre haben sie gestritten wie die Kesselflicker. Mitunter haben sie Monate kein Wort mehr miteinander gesprochen. Doch jetzt zaubern die Naturschützer, Wassersportler, Wirtschaftsexperten und Angler plötzlich ein Maßnahmenpaket aus dem Hut, das so vor Jahren nicht erwartbar war.

Zehn Verhaltensregeln für den Wassersport an den Schweriner Seen

1. Rücksichtnahmen in den sensiblen Bereichen

Nehmen Sie auf den Schweriner Seen besondere Rücksicht auf Brut- und Rastvögel und ihre Lebensräume. Meiden Sie die in der Karte ausgewiesenen sensiblen Bereiche. Besonders empfindlich sind Röhrichtbereiche, Schilfgürtel, Schwimmblattzonen und sichtbare Unterwasservegetation und alle sonst dicht und unübersichtlich bewachsenen Uferpartien. Wellenschlag kann den Bewuchs schädigen oder schwimmende Brutvogelnester zerstören. Es ist daher ruhiges Fahrverhalten geboten.

2. Geschwindigkeiten

Berücksichtigen Sie die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 km/h und von 9 km/h im ufernahen Bereich (100 m). Im nördlichen Ziegelaußensee gilt insgesamt die besondere Geschwindigkeitsbegrenzung von 9 km/h (siehe Beschilderung).

3. Durchfahrten

Durchfahrten mit Motorfahrzeugen im Bereich zwischen den Inseln Kaninchenwerder Ziegelwerder/ Wickendorfer See vom Paulsdamm bis Seehof: Durchfahrten sollen möglichst gradlinig und mit einer maximalen Geschwindigkeit von 9 km/h erfolgen. Halten Sie sich an die Fahrwasserbegrenzungstonnen. Diese Kennzeichnung dient der Beruhigung der Uferbereiche.

4. Abstände

Halten Sie Abstand zu Röhrichtbeständen und anderen unübersichtlich bewachsenen Uferpartien sowie Ufergehölzen. Fahren Sie nicht in das Röhricht. Nutzen Sie nur Buchten und Lücken mit einer Breite über 20 Meter. Außerhalb der Zufahrten zu diesen Buchten und anderen Anlegestellen sollen fahrende Boote zum Bewuchs 30 Meter Abstand halten. Werfen Sie Ihre Anker nicht in Röhricht, vermeiden Sie Lärm. Ruhe ist nötig insbesondere in der Brutzeit. Halten Sie Abstand zu Vogelansammlungen auf dem Wasser, wenn möglich mehr als 100 Meter.

5. Anlegen

Suchen Sie sich zum Landen nur solche Stellen, an denen Sie sicher sind, dass Sie keinen Schaden anrichten. Nutzen Sie vorzugsweise die Mooringbojen. Nähern Sie sich allen Liegestellen langsam und möglichst senkrecht zur Uferkante.

6. Lebensräume schützen

Nähern Sie sich Schilfgürteln und dichter Ufervegetation auch von Land her nicht. Gehen Sie nur auf vorhandenen Pfaden zum Ufer und zurück. Zerstören Sie keine Lebensräume.

7. Naturbeobachtung

Bitte halten Sie Abstand beim Beobachten und Fotografieren. Tier- und Pflanzenwelt sind empfindlich gegen Störungen. Wasservögel sind beim Wechsel des Federkleides teilweise flugunfähig und geraten in Stress bei Annäherung.

8. Sauberes Wasser

Helfen Sie mit, das Wasser sauber zu halten. Abfälle und Abwässer (z.B. Toiletten- und Spülwasser) gehören nicht ins Seewasser. Entsorgen Sie Abfälle und Abwässer an den entsprechenden Wasserwanderrastplätzen und Häfen (Information siehe Karte). Benutzen Sie in Häfen ausschließlich die sanitären Anlagen an Land. Schalten Sie beim Stillliegen den Motor Ihres Bootes aus. Sie vermeiden damit die unnötige Belastung der Umwelt mit Abgasen.

9. Naturschutzgebiete

Beachten Sie die rot-weißen Sperrtonnen und die auf den Schweriner Seen gültige Naturschutzgebietsbefahrensverordnung (Verordnung über das Befahren der Bundeswasserstrasse in bestimmten Naturschutzgebieten). Das sind hier: „Döpe“, „Ramper Moor“, „Ziegelwerder“ und „Kaninchenwerder und großer Stein“.

10. Informationen

Informieren Sie sich vor Fahrantritt über die bestehenden Bestimmungen im Revier Schweriner Seen. Die Einzelheiten finden Sie im der Karte zur freiwilligen Vereinbarung Schweriner Seen.

Freiwillige Vereinbarung Naturschutz, Wassersport und Angeln im Vogelschutzgebiet Schweriner Seen

Heute legten die Interessenvertreter ihre „Freiwillige Vereinbarung Naturschutz, Wassersport und Angeln im Vogelschutzgebiet Schweriner Seen“ vor. Mit Hilfe dieser Vereinbarung sollen Störungen der Tierwelt vermieden, die Röhrichtzonen besser geschützt und weitere rechtliche Schutzmaßnahmen entbehrlich werden. „Das wird gelingen, wenn möglichst alle Nutzer des Sees die Vereinbarungen umsetzen“, sagt Dr. Hauke Behr, Chef der Unteren Naturschutzbehörde. Auftrag also an alle beteiligten Vereine, ihre Mitglieder zu informieren. „Wir werden Versammlungen durchführen“, sagt Mario Voigt-Haden vom Landesanglerverband. Um Störungen der Wasservögel vor allem während der Brut im Röhricht zu vermeiden, wurden freiwillige Einschränkungen verabredet. Angler und Bootsfahrer sollen beispielsweise Bereiche wie das Gebiet nördlich von Ziegelwerder und Kaninchenwerder nicht mehr befahren.

Auf den Schweriner Seen gibt es keine freigegebene Strecke für Wassermotorräder, nur eine einzelne Strecke für Wasserski. Corinna Cwielag vom Bund für Umwelt und Naturschutz

Ein besonderes Augenmerk liegt beim Managementplan auf den Haubentauchern

Diese Wasservögel sind während der Mauser von Mitte Juli bis Ende September flugunfähig. Künftig sollen zur Beruhigung der Röhrichtbereiche Festmacherbojen, so genannte Mooringbojen, angeboten werden. Dort soll geankert werden.

Die Schutzmaßnahmen auf dem Schweriner Innen- und Außensee sowie auf dem Ziegelsee waren in einem Plan für das Europäische Vogelschutzgebiet Schweriner Seen festgeschrieben worden. Dabei wurde festgestellt, dass zum dauerhaften Schutz einiger Vogelarten Beruhigungen in bestimmten See- und Uferbereichen wichtig sind. Hierfür ist die freiwillige Vereinbarung jetzt ein geeignetes Instrument.

Maßnahmen zum Umgang mit Nesträubern wie dem Waschbär

Die Störungsvermeidung durch Beruhigung ist aber nur ein Teil des gesamten Plans, der die Freizeitnutzung der Seen betrifft. Parallel dazu sollen Maßnahmen zum Umgang mit Nesträubern wie Mink und Waschbär auf den Weg gebracht werden. Für den Röhrichtschutz sollen Fraßschäden durch Bisam und Nutria eingedämmt und Maßnahmen zum Schutz vor Wellenschlag wie etwa Palisaden ergriffen werden. „Schilf ist ein wichtiger Lebensraum auch für unsere Fische. Es gilt, die Übergangszonen im Gewässer zu schützen, “ sagt Mario Voigt-Haden.

Die Interessenslage hätte nicht unterschiedlicher sein können. Aber alle Aspekte wie Naherholung, Tourismus, Wassersport und Naturschutz sind im Sinne der Schweriner Seen zu einem fabelhaften Ergebnis gekommen. Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald aus dem Umweltministerium

Mit Flyern, Schautafeln und der Internetpräsenz gelte es jetzt, die Botschaften an die Nutzer der Seen zu bringen.

 

Übersicht der Schutzgebiete am Schweriner See - PDF:

– Quelle: https://www.svz.de/28809687 ©2020


 

SVZ, Mario Kuska


Landtag M-V aktuell: Kontaktbeschränkungen bleiben in MV vorerst bestehen

Schwerin, den 24.06.2020

Ungeachtet der geringen Zahl von Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern werden die bisherigen Kontaktbeschränkungen im Land nicht gelockert. Wie die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Schwerin mitteilte, bleiben die Regelungen vorerst bis zum 10. Juli bestehen. Demnach ist im öffentlichen Raum der gemeinsame Aufenthalt von bis zu zehn Personen gestattet. Zudem können sich Angehörige von bis zu zwei Haushalten auch in größerer Personenzahl treffen. Es gilt weiterhin ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes bleibt als Empfehlung bestehen.

Diese Regelungen waren in Paragraf 1 der Corona-Landesverordnung zunächst bis zum 29. Juni befristet, gelten nun aber uneingeschränkt weiter. Bei einem nächsten MV-Corona-Gipfel mit Kommunal-, Sozial- und Unternehmerverbänden sowie Gewerkschaften will die Regierung am 30. Juni ihr weiteres Vorgehen abstimmen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte angekündigt, dass bei einer Fortdauer der geringen Infektionsquote weitere Corona-Schutzvorkehrungen zurückgenommen werden könnten.

Berlin zog solche Lockerungen vor und hob die wegen der Corona-Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen mit Senatsbeschluss vom Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf. In der Hauptstadt durften sich bislang maximal fünf Personen aus mehreren oder nur Mitglieder zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen. Abstands- und Hygieneregeln sollen aber auch in Berlin weiter gelten. Thüringen hatte die coronabedingten Kontaktbeschränkungen schon zum 13. Juni aufgehoben und stattdessen Empfehlungen ausgesprochen.

Auch in Sachsen-Anhalt sollen die Kontaktsperren gelockert und in Empfehlungen umgewandelt werden. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) betonte, dass die sogenannten «AHA-Grundsätze» eingehalten werden sollten. «AHA» stehe für «Abstand wahren», «auf Hygiene achten» und «Alltagsmaske tragen», wenn Abstand nicht möglich sei. Sachsen-Anhalt will zudem Open-Air-Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern sowie Sportwettkämpfe wieder ermöglichen. Dies soll am kommenden Dienstag beschlossen werden, wenn auch in Schwerin der nächste Corona-Gipfel tagt.

Quelle und LINK: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker


Landtag M-V aktuell: Großveranstaltungen länger verboten - Müritz Sail mit Plan B

Schwerin, den 18.06.2020

Waren/Greifswald/Mühlengeez (dpa/mv) - Die Veranstalter der Müritz Sail in Waren haben enttäuscht auf das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober wegen der Corona-Krise reagiert. Ganz überraschend sei es aber nicht gekommen, an einem Plan B werde schon gearbeitet, sagte Mitorganisator Steffen Kerfers am Mittwoch. «Wir wollen den Bürgern in Waren auf jeden Fall etwas bieten», erklärte er. Die Müritz Sail war bereits vom Mai auf das erste Septemberwochenende (3.-6.9.) verschoben worden. In den vergangenen Jahren kamen stets um die 60 000 Besucher. Die Sail ist traditionell der Auftakt für eine ganze Reihe maritimer Volksfeste im Nordosten.

Wie Kerfers sagte, könnte der Fokus diesmal mehr auf dem Wassersport liegen. Denkbar seien Wettkämpfe im Standup-Paddeln. Andere Trendsportarten könnten vorgestellt werden.

Zu den Events in Mecklenburg-Vorpommern, die der neuen Verbotsregelung zum Opfer fallen dürften, gehört auch der Mecklenburg-Vorpommern-Tag vom 18. bis 20. September in Greifswald. Zu dem Ereignis, das alle zwei Jahre abwechselnd in Mecklenburg und Vorpommern stattfindet, werden mehrere 10 000 Gäste erwartet. Die Staatskanzlei wollte sich am Mittwoch noch nicht dazu äußern. Bislang galt, dass Großveranstaltungen bis Ende August verboten sind.

Die Veranstalter der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung MeLa in Mühlengeez bei Güstrow hatten die Messe bereits am Dienstag abgesagt. Beim Landesbauernverband in Neubrandenburg rief das Bedauern, aber auch Verständnis hervor. «Wir haben uns sehr auf diese 30. MeLa gefreut», sagt Bauernpräsident Detlef Kurreck am Mittwoch. Sie sollte vom 10. bis 13. September stattfinden. Im Vorjahr hatte die Agrarmesse mit mehr als 1000 Ausstellern rund 71 000 Besucher.

Die Geschäftsführerin des Messe- und Ausstellungszentrums (MAZ) als Veranstalterin, Christin Mondesi, machte auf den wirtschaftlichen Schaden durch die Absage aufmerksam. Im vorigen Jahr seien auf der MeLa rund 6400 Mitarbeiter der Veranstalter, Dienstleister, Aussteller, Zuchtverbände und Programmteilnehmer beschäftigt gewesen.

Quelle und LINK: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker


Bund-Länder-Beratungen: Bald Unterricht, keine Großveranstaltungen – Übersicht beschlossene Covid-Maßnahmen

Berlin/ Görslow, den 18.06.2020

Bund und Länder haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Krise geeinigt: Großveranstaltungen sind weiter untersagt, Maskenpflicht bleibt, Schulen sollen nach den Ferien ganz öffnen - wenn die Infektionslage das zulässt.

Bund und Länder wollen vorerst an den bisherigen Regeln zu Mindestabstand und Hygienemaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie festhalten. Großveranstaltungen soll es in Deutschland bis Oktober weiterhin nicht geben, Schulen und Kitas sollen aber nach den Ferien möglichst zum Regelbetrieb zurückkehren.

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten trafen sich zum ersten Mal seit drei Monaten wieder persönlich.

Kanzlerin Angela Merkel sagte nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten, der Mindestabstand von 1,5 Metern, verstärkte Hygiene-Maßnahmen sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in bestimmten öffentlichen Bereichen und das Instrument der Kontaktbeschränkungen hätten sich bewährt und sollten fortgeführt werden.

 

Söder: "Zehntausende Leben gerettet"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte, Bund und Länder seien im Kampf gegen die Corona-Krise nun auf einem gemeinsamen, guten Kurs. Die Grundregeln und die Grundphilosophie würden von allen mitgetragen.

Er betonte, Bund und Länder hätten in den vergangenen Monaten die richtigen Weichenstellungen im Kampf gegen das Coronavirus getroffen und damit wohl Zehntausende Leben gerettet. Es gebe aber nun keinen Anlass, leichtfertig zu sein und die Erfolge zu verspielen. "Erleichterung ja, aber mit Umsicht und Köpfchen", betonte er.

"Solange es keinen Impfstoff gibt, müssen wir weiter mit der Pandemie leben", sagte auch Merkel. Sie wies darauf hin, dass es in Bereichen, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, immer wieder zu Infektionsausbrüchen komme. Daher sei das Instrument der Kontaktbeschränkungen weiterhin wichtig.

 

Übersicht: Von Bund und Länder beschlossene Corona-Maßnahmen

 

Die bisherigen Regeln zu Mindestabstand und Hygienemaßnahmen bleiben: 1,5 Meter Abstand, verstärkte Hygiene, Masken in bestimmten öffentlichen Bereichen, Kontaktbeschränkungen.

Kontakte zu anderen Personen sollen möglichst gering gehalten werden, Kontaktbeschränkungen werden dem Infektionsgeschehen angepasst.

Spätestens nach den Sommerferien sollen Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen möglichst vollständigen in den Regelbetrieb zurückkehren

Großveranstaltungen bleiben, mit Ausnahmen, noch bis mindestens Ende Oktober verboten.

Die Kapazitäten für gezielte Testungen vor allem in Einrichtungen mit besonders anfälligen Personengruppen sollen ausgebaut werden.

Inzwischen ist unter anderem der touristische Reisebusverkehr in den meisten Ländern wieder erlaubt. Die Länder gewährleisten geeignete Standards für einen optimalen Gesundheitsschutz der Reisenden und des Personals.
 

Quelle: Tagesschau.de, LINK: https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus--merkel-ministerpraesidenten-101.html


Landtag MV aktuell: Corona - Wie gefährlich ist das Virus beim Baden im Wasser?

Schwerin, den 17.06.2020

Mit schönem Wetter und dem Sommerbeginn an diesem Wochenende nimmt auch die Badesaison an Nord- und Ostsee Fahrt auf. Nächste Woche starten in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Berlin und Brandenburg die Schulferien, bis Ende Juni kommen Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen dazu. Vermutlich viele, die baden wollen, sind unsicher, wie groß das Ansteckungsrisiko des neuartigen Coronavirus im Wasser ist. Und: Gibt es Unterschiede zwischen gechlortem Wasser in Badeanstalten und Pools, Süß- und Salzwasser, stehenden oder fließenden, flachen oder tiefen Gewässern?

 

«Im Wasser selbst gilt das Übertragungsrisiko nach den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen als äußerst gering wegen der starken Verdünnung oder wegen der Chlorierung», sagte der Kieler Infektionsmediziner Prof. Helmut Fickenscher in Kiel. Dies sei aber nur ein Aspekt. «Von großer Bedeutung ist die Situation am Strand und die Dichte der Menschen im Wasser.» Fickenscher ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

 

Das Umweltbundesamt (UBA) unterstreicht ebenfalls die zentrale Bedeutung, die Abstands- und Hygieneregeln auch am Strand, auf den Wiesen von Badeanstalten und natürlich auch im Wasser einzuhalten: «Da das Tragen von Mund/Nasenschutz beim Baden nicht praktikabel ist, kommt der Einhaltung der Sicherheitsabstände im Wasser und an Land eine maßgebliche Bedeutung für den Schutz von Infektionen zu.»

 

Eine Übertragung von SARS-CoV-2 über das Wasser beim Baden hält das UBA für äußerst unwahrscheinlich. «Bisher gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Hinweise darauf, dass dieses Virus über den Wasserweg übertragen wird. Grundsätzlich sollten aber Personen, die an einem akuten Infekt der Atemwege oder an einer Durchfallerkrankung leiden, nicht baden gehen, um andere Badende nicht zu gefährden.» Dies gelte unabhängig davon, um welche potenziellen Krankheitserreger es sich im Einzelnen handle.

 

Der Eintrag von Coronaviren in Badegewässer ist laut UBA durch infizierte Menschen zwar möglich. «Ob auf diesem Weg eine Ansteckung möglich ist, ist nicht geklärt», erläuterte die Behörde. Wie Fickenscher resümiert auch das UBA: «Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist unter anderem wegen der Verdünnung im Wasser äußerst gering.» Hauptübertragungswege dieser Infektionen seien direkte Mensch zu Mensch Übertragungen über virushaltige Tröpfchen, die beim Husten und Niesen freigesetzt werden sowie Schmierinfektionen durch Übertragung dieser Tröpfchen aus dem direkten Umfeld infizierter Personen über die Hände auf die Schleimhäute.

 

«Steigende Wassertemperaturen und erhöhte Sonneneinstrahlung im Sommer werden zu einer noch stärkeren Inaktivierung möglicherweise in das Wasser eingetragener Viren führen», prognostizierte das UBA bereits im März. Fickenscher ergänzte, auch über Kläranlagen dürften kaum Coronaviren in Badegewässer gelangen. Denn SARS-CoV-2 könne als ein behülltes Virus nicht lange in Wasser überleben - im Gegensatz zu den im Abwasser existierenden unbehüllten Viren, vor allem den Noroviren.

 

Einige Corona-Aspekte kompakt:

CHLORWASSER: Hier sehen die Experten die geringste Ansteckungsgefahr im Wasser, sie betonen aber die Bedeutung der Abstandsregeln auch im Schwimmbecken oder Pool.

SÜßWASSER/SALZWASSER: Fickenscher sind keine Studien bekannt, ob das neuartige Coronavirus im Süß- oder im Salzwasser länger überleben kann. Generell hat dieses Virus vermutlich keine lange Überlebenszeit in Wasser.

FLACHE/TIEFE GEWÄSSER: «Je größer die Verdünnung ist, desto geringer sind Ansteckungsrisiken im Wasser», betonte Fickenscher. Insofern sei bei vielen Badenden in einem sehr flachen Uferbereich auch das theoretische Risiko, sich im Wasser anzustecken etwas höher. Entscheidend sei aber am Wassersaum oder in flachen Gewässern, ob die Abstandsregeln eingehalten werden. «Denn im Grunde ist die Situation dort ja wie an Land», sagte Fickenscher.

SEEN/FLÜSSE: Auch hier lässt sich laut Fickenscher keine eindeutige Aussage machen. «Aber natürlich ist bei fließenden Gewässern davon auszugehen, dass die Verdünnung schneller passiert als in stillen Gewässern wie Seen oder Badeteiche - und damit das Ansteckungsrisiko im Wasser selbst geringer ist.»

TIPPS: «Die Abstandsregeln an Land und im Wasser einhalten, überfüllte Badestellen meiden», rät Fickenscher als zentrale Verhaltensregel. «Es ist auch weniger riskant, im Freien zu schwimmen als in Hallen, da Aerosole als Übertragungswege im Freien praktisch keine Rolle spielen. Und das größte theoretische Ansteckungsrisiko lauert wegen der Feuchte und den Aerosolen dort, wo Duschen in Sanitärräumen zu eng nebeneinander stehen», sagte Fickenscher.

Quelle: Landtag MV LINK: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker/#top


PM DAFV: Ostseedorsch – Licht am Ende des Tunnels!?

Berlin/ Görslow, den 15.06.2020

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Berlin, 15.06.2020. Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hat am 29. Mai 2020 seine Fangempfehlungen für den westlichen und den östlichen Dorschbestand in der Ostsee, für das Jahr 2020 veröffentlicht. In seinem Bericht zeigt das Gremium auf, dass sich die leicht positive Entwicklung der Dorschpopulation im westlichen Ostseeraum fortgesetzt hat. Zum ersten Mal seit Jahren könnte der Bestand der laichfähigen Fische wieder über den nachhaltig zu bewirtschafteten Bestandswert (MSY) steigen. Noch liegt die Hoffnung für eine perspektivische Erholung auf dem sehr starken Nachwuchsjahrgang aus dem Jahr 2016, doch die Reproduktionszahlen aus 2019 setzen den positiven Trend der letzten drei Jahren fort– allerdings weiter auf einem sehr niedrigen Niveau.

 

Das schlägt der Rat (ICES) vor

Für den Dorsch in der westlichen Ostsee sieht der Rat im Rahmen des EU-Bewirtschaftungsplans eine Quote im Bereich von 2.960 bis 4.635 Tonnen für kommerzielle Fänge. In den letzten Jahren verzeichnete die Fortpflanzung mit Ausnahme der Jahresklasse 2016, ernüchternde Erfolge. Der abgewachsene Jahrgang von 2016 umfasste mittlerweile den mit Abstand größten Anteil an der Population des westlichen Dorschs. Dies weist darauf hin, dass die Population äußerst unausgeglichen ist.

Für den Westdorsch ist eine Quotenerhöhung für die Berufsfischer von 21,8% aber durchaus möglich. Eine entsprechende Anhebung der Fangmöglichkeiten für die Angler wäre für die Wissenschaftler des Thünen Instituts nur logisch und vertretbar.

Unter Berücksichtigung der CoVid 19 Pandemie und den damit verbundenen Reisebeschränkungen, hat der Rat (ICES) mit 1315 Tonnen geringere Dorschfänge im Jahr 2020 für Angler prognostiziert.

Für den Ostdorsch empfiehlt der ICES auch für das nächste Jahr wieder einen Fangstopp für die Dorschfischerei. Auf Grund der Corona-Pandemie erschienen die ICES Empfehlungen in diesem Jahr in verkürzter Fassung.

 

Bag-limit - Das ist der Beitrag der Angler

Seit 2016 gilt für das Angeln von Dorschen in der westlichen Ostsee das so genannte bag-limit (Tagesfangbegrenzung). Damit ist die Tagesfangmenge für alle Petrijünger auf eine bestimmte Fischentnahme begrenzt. 2020 liegt das Tagesfanglimit bei 5 Fischen pro Angler und Angeltag und 2 Fischen während der Laichzeit im Februar und März.

Die Dorschentnahmemenge durch Angler wird in diesem Jahr mit etwa 1315 Tonnen prognostiziert. Das entspricht etwa der Hälfte der Menge (2573 Tonnen) des Vorjahres. 2019 war es den Anglern noch möglich sieben Fischen zu fangen. Ein weiterer Beitrag zur Erholung, wenn auch ungeplant.

Auch wenn sich die Auswirkungen der Fangbegrenzung für Angler derzeit leider (noch) nicht quantifizieren lassen oder sich gar widerspiegeln im Erfolg oder Misserfolg der Maßnahme, verstehen Angler sich als Teil der Aufbauhilfe für die Population des Dorsches in der Ostsee.

„Nicht abzustreiten ist, dass Anglerinnen und Angler ihren Beitrag zum Wiederaufbau leisten. Die Anglerinnen und Angler verstehen, dass bei ausbleibendem Reproduktionserfolg ein gesonderter Fokus auf dem Ökosystem und den Laichdorschen liegen muss, sagt die Präsidentin des DAFV Dr. Christel Happach-Kasan.

Der Präsident vom Landesanglerverband aus Mecklenburg-Vorpommern, Karl-Heinz Brillowski begrüßt den Ansatz einer gezielten Regelung zur Schonung des Dorsches während der Laichzeit in den Monaten Februar und März. Bezüglich des Beitrags der Anglerinnen und Angler zum Wiederaufbau des Bestandes verweist er zusätzlich auf die freiwillige Selbstverpflichtung der Mitglieder des LAV M-V, beim Angeln vom Boot aus, keine Dorsche unterhalb von 45 cm Länge zu entnehmen.

 

Robert Vollborn, Geschäftsführer des Landessportfischerverbandes Schleswig-Holstein e.V. spricht sich für eine gezielte Schonung der Fische im Laichgebiet zur Fortpflanzungszeit aus, sieht aber auch weiterhin in der derzeitigen Umsetzung des bag-limits einige Schwierigkeiten. Der Anreiz für Angler an die Küste zu kommen, muss gewährleistet sein.

Die sozio-ökonomischen Werte der Freizeitfischerei für die Küstengebiete sind mittlerweile vielfältig veröffentlicht worden. Angeln wird in vielen Ländern der Welt als sogenannter „high-value low-impact“ (übersetzt: hoher Wert, geringe Belastung) Tourismus anerkannt. Besonders unter Beachtung der Zeit nach den Reisebeschränkungen durch CoVid 19, sind die Vorteile der Angelfischerei in den Küstenländern jetzt zu erkennen und zu fördern.

Für ein zielgerichtetes Management ist der Trilog zwischen den Verbänden, der Wissenschaft und der Politik wichtig. Wie der Vertreter des Deutschen Meeresanglerverbands, Ralf Deterding, begrüßte auch der Geschäftsführer der DAFV, Alexander Seggelke die gute und offene Diskussionsatmosphäre beim diesjährigen Runden Tisch mit den Wissenschaftlern des Thünen Instituts.

Das sind die Forderungen der organisierten Angler

Für 2021 fordert der Bundesverband DAFV, der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein, der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern und der Deutsche Meeresanglerverband das bag-limit um einen Fisch, von fünf auf sechs Fische pro Angler und Angeltag, zu erhöhen.

Wie auch in den Jahren zuvor sprechen sich die organisierten Angler gegen eine gezielte Fischerei von Laichdorschen aus.

Laichgebiete meiden, Laichdorsche schonen – Angeln weiterhin ermöglichen!

Eine Angelei in Tiefen bis 20 Meter ist in den Monaten Februar und März zu gewährleisten. Laichschutz und Fischfang schließen einander nicht per se aus.

DAFV


OZ: Frauenpower am Fleesensee / Mitgliederzahl im Landesanglerverband steigt

Görslow, den 11.06.2020

OZ: Frauenpower am Fleesensee

Die erfolgreiche Youtuberin Anja Clasen, alias „Angel-Anni“, und ihr zukünftiger Ehemann Robin Heppner bieten spezielle Kurse für Frauen und Kinder an.

Untergöhren. Konzentriert schaut Cecilia Lavric auf die Wasserfläche vor dem Steg. „Ihr müsst Schwung holen und dann den Finger von der Sehne nehmen!“ Die Siebenjährige aus Leonberg  Baden-Württemberg) hält eine kleine Wurfrute in den Händen. Sie erklärt Laila (8) und Sophia (4)  lein aus Penkow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte), was sie bereits gelernt hat. Die kleine Blondine  ist in ihrem  Element. Noch ein kurzer Blick auf Anja Clasen (31). Die Angellehrerin nickt lächelnd. Der  Einführungskurs für die drei kleinen Nachwuchsanglerinnen in Untergöhren am Fleesensee  Mecklenburgische Seenplatte) läuft problemlos. Mit einem Plopp landet die Pose im dunkelgrün   schimmernden Wasser. Auswerfen üben, einfache Montagen, Regeln des Tierschutzes erlernen, kleine Köder-Kugeln aus Brotteig formen, das Gewässer erkunden ... Das Angel-Abc ist umfangreich. „Und vor allem erfordert dieses naturverbundene Hobby Geduld  und Ausdauer. Das fällt vielen der  Lütten schwer“, erzählt Anja Clasen. Die gebürtige Schleswig-Holsteinerin ist eine bekannte  Youtuberin,  die sich seit vier Jahren als „Angel- Anni“ einen Namen in der bundesweiten Szene  gemacht hat. 2016 erwarb sie ihren Fischereischein. In kürzester Zeit stand unter anderem ein 1,20  Meter langer Hecht in ihrem Fangbuch.  Mit Videos und Blogs war und ist sie erfolgreich. Für den  lokalen Radiosender „Mittelweser“ in Niedersachsen moderierte sie daraufhin die Morningshow.  Nicht  zuletzt die  Damenwelt verfolgt die Angel-Storys der selbstbewussten Frau auch auf Facebook und Instagram. 8000 bis 10 000 Follower sind regelmäßig dabei. Nun will sie sich mit ihrem Partner Robin  Heppner einen Traum direkt am Fleesensee erfüllen. Als Personalchefin und Chefkoch leitet das Paar seit vier Wochen das direkt am Wasser gelegene Restaurant „Seewirtschaft“. Zudem sind die beiden als Angelguides unterwegs. Obwohl hier erst wenige Tage aktiv, hat Angel-Anni bereits einen 93 Zentmietet langen Hecht angelandet. Der Profi an ihrer Seite, von dem sie täglich lernt, freute sich  schon über einen Ein-Meter- Hecht. Das Besondere: Anja Clasen gibt Einsteigerkurse für Kinder und Frauen. Bei Letzteren stünden nicht der Superfisch, sondern Entspannung und das Naturerlebnis im  Vordergrund, so die gelernte Einzelhandelskauffrau und Frühpädagogin. Das beeindruckt auch  Alexander Seggelke, Geschäftsführer des Deutschen Angelfischerverbandes: „Ein Angebot speziell für Frauen ist neu in Deutschland. Immer mehr Mütter machen mittlerweile einen Angelschein, um mit  ihren Kindern gemeinsam Zeit am Wasser zu verbringen.“ „Die Angelreviere hier sind toll. Vor allem die großen Hechte, Zander und Barsche reizen mich.“ Versonnen blickt Heppner auf die kleine Steganlage – hier liegen neben den eigenen Booten auch bis zu zwölf Schiffe von Gästen: „Ich bin wieder zu Hause.“ Der gebürtige Penzliner (Mecklenburgische Seenplatte) hat in renommierten  Berliner Restaurants und in der Schweiz gekocht. In Untergöhren will er den Gästen von bis hin zur Currywurst vieles anbieten. Es warte eine Unmenge andere erfahrene Petrijünger die Aktivitäten der nicht weit entfernt agierenden Angel-Eleven. Die haben ihren Spaß. Und Laila beispielsweise hat in kürzester Zeit gute Fortschritte beim Auswerfen gemacht. Nur der erste Fisch lässt an diesem Tag auf sich warten. „Es ist unglaublich, wie schnell die Kinder  lernen“, freut sich Anja Clasen. Gespannt schauen sie und ihre Schülerinnen dann auf die im Wasser  schwimmenden Posen. Plötzlich taucht eine von ihnen kurz ab. Biss. Anhieb. Die Sehne strafft sich. Wenig später freuen sich die vier Damen über eine Rotfeder. Dann ist die Einführungsstunde vorbei und die kleine Schar geht zum Eisessen. Angel-Anni wird übrigens auch eine von ihr speziell für  rauen entwickelte Spinnrute für das Raubfischangeln anbieten. „Und ich bleibe meinem Markenzeichen treu – pinkfarbenen Angelsachen“, betont sie.

 

Claudia Thürmer, Sprecherin des Landesanglerverbandes, freut sich über den Zuwachs an Frauenpower im Nordosten. Bevor es an die großen Fänge an der Mecklenburgischen Seenplatte geht, feiern die beiden Neuen in Untergöhren  eine zünftige Anglerhochzeit: In sieben Wochen heiraten sie hier am Ufer des idyllischen Fleesensees.

 

Mitgliederzahl im Landesanglerverband steigt

44 320 Mitglieder und damit gut 600 Petrijünger mehr als 2018 zählt der Landesanglerverband

MV (LAV). Davon sind 2781 Kinder und Jugendliche. Die genaue Zahl der Frauen ist zwar aktuell nicht erfasst – die Tendenz laut Pressesprecherin Claudia Thürmer ist aber eindeutig: steigend.

Im Nordosten gibt es zudem och gut 50 000 Petrijünger, die keinem Verein angehören.

500 000 weibliche und männliche Mitglieder hat der Deutsche Angelfischerverband.

OZ, Volker Penne


OZ: Große Lachse und Karpfen, die Erdbeergeschmack lieben

Görslow, den 10.06.2020

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Angel-Boom in MV: Wie dieser Petrijünger bei Hiddensee einen 15-Kilo-Lachs fing

Zahl der Hobbyangler nimmt in Corona-Zeiten bundesweit zu / Erneut tolle Fänge bei OZ-Aktion „Fisch des Jahres 2020“

Rostock Die langen Regalwände in der jüngst neu eröffneten Angeljoe-Filiale in Rostock sind prall gefüllt. Drumherum Gewusel. Neben erfahrenen Petrijüngern, die unter anderem neue Kunstköder kaufen, suchen Großeltern das Starterpaket für ihre Enkel und ergraute Wiedereinsteiger schauen nach neuen Rollen und Ruten.

„Der Ansturm der Hobbyangler hat in den vergangenen Corona-Wochen spürbar zugenommen“, erklärt Jonas F. Müller (41). Der Geschäftsführer von bundesweit elf Angeljoe-Standorten sowie einer Vertretung in Holland, hat dabei nicht nur den Run der Angler auf die neue Niederlassung im Blick. Angeln liegt im Trend.

Naturerlebnisse vor der Haustür

„Einige unserer Landesverbände berichten über einen starken Zulauf neuer Mitglieder. Auch unsere Kollegen aus Europa stellen fest, dass seit der Corona-Pandemie das Angeln einen wahren Boom erlebt“, verdeutlicht Alexander Seggelke. Der Geschäftsführer des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV) – allein hier sind rund 500 000 Petrijünger organisiert – freut sich, dass sich „so viele Menschen auf nachhaltige Naturerlebnisse vor ihrer Haustür zurückbesinnen“. Das Angeln biete dafür perfekte Möglichkeiten.

Angelkarten heiß begehrt

Das bestätigt auch die Pressesprecherin des Landesanglerverbandes (LAV), Claudia Thürmer: „Hier in der LAV-Geschäftsstelle in Görslow (Ludwigslust-Parchim) waren in den vergangenen Wochen Angelkarten heiß begehrt. Es mussten sogar Dokumente nachgedruckt werden.“

Gleiches ist unter anderem vom Landesanglerverband Brandenburg zu vernehmen. Nach einer sehr guten Herings- und Hornhechtsaison verlagere sich die Aufmerksamkeit der Angler in MV nun von der Küste ins Binnenland, ist sich Claudia Thürmer sicher.

Rund 300 Euro jährlich für das Hobby

„Die Umsätze allein in unseren Filialen haben sich bundesweit jeweils um mindestens 30 Prozent erhöht“, so Müller. Er verweist darauf, dass laut Statistik hierzulande jeder Angelfreund pro Jahr im Schnitt 280 bis 300 Euro für sein Hobby ausgibt. Laut DAFV besitzen bundesweit übrigens rund 1,5 Millionen Frauen und Männer einen Fischereischein.

Hessen suchen Zubehör für Grundangeln im Meer

In Rostock – dem derzeit größten Angelfachmarkt im Nordosten – hilft Müller unter anderem Waldemar Duck bei der Suche nach Zubehör. Der 53-Jährige aus Höchst im Odenwald (Hessen) macht mit seiner Frau Olga (46) erstmals Urlaub im Nordosten. Und er will vom Strand aus in der Ostsee angeln. Der Profi rät zu Krallenbleien. „Die montierten Krallen klappen beim Einholen um. Das ist vorteilhaft bei dichtem Grundbewuchs oder anderen Hindernissen“, erläutert Müller.

Lächelnd verlässt das Ehepaar den Laden und hofft auf kapitale Fänge. Diese haben in den vergangenen Monaten bereits die Teilnehmer der OZ-Gemeinschaftsaktion „Fisch des Jahres 2020“ in großer Zahl gemeldet.

Von Superwels bis Seehase

Seit mehr als zehn Jahren wird diese von der OZ, dem LAV und den Angeljoe-Märkten im Nordosten durchgeführt. In bereits 24 Kategorien sind schon viele Ausnahmefische vermerkt: Ob Superwels, prächtige Meerforelle, stattlicher Zander, exotischer Seehase … – der Nordosten ist das Top-Angelrevier in Deutschland. Und auch die jüngsten Meldungen haben es in sich.

Aufregender Lachsdrill vor Hiddensee

Mit einem 1,05 Meter langen Atlantischen Lachs bekam es Sascha Klären beim Lachstrolling unweit der Insel Hiddensee zu tun. Der 15 Kilogramm schwere Raubfisch hatte sich in 30 Metern Tiefe einen der „Alten Schweden“ – der Köder ist ein Blechlöffel in den Farben des Königreiches – geschnappt. „Als die Rolle zu kreischen anfing und der Bursche erstmal 150 Meter Schnur nahm, begann der Trubel“, sagt Klären.

Näher als 30 Meter konnte der 44-Jährige, der in Kasnevitz auf Rügen lebt, den kampfstarken Fisch zunächst nicht herankurbeln. Es folgten wilde Fluchten. Fast 45 Minuten währte der Drill. Er habe schon manch’ 80er-Lachs gefangen, doch dieser Bursche sei eine Herausforderung gewesen, so der Rüganer.

Biss um 2 Uhr nachts am Sternberger See

Alarm gab es auch in der Karpfenklasse. Genauer: Der Wismarer Tim Waack wurde am 2. Mai gegen 2 Uhr früh am Sternberger See (Ludwigslust-Parchim) aus dem Schlaf gerissen. Der Bissanzeiger hatte angeschlagen. „Gefühlt habe ich eine Stunde mit dem fast 25 Kilo schweren Spiegelkarpfen gekämpft“, erinnert sich der 23-jährige Polizeibeamte.

Der 1,08 Meter lange Fisch hatte den Boilie mit Erdbeergeschmack, der auf dem Grund in etwa zwei Metern Tiefe lag, eingesaugt. „Mit diesem Spezialköder bin ich seit Jahren erfolgreich“, erklärt Waack.

Erfolg mit Schneemann-Montage

Auf dicke Karpfen hatte es auch Tilo Blauwitz aus Lalendorf (Landkreis Rostock) abgesehen. Doch in der Nacht vom 21. zum 22. Mai fing er andere Karpfenartige im Krebssee bei Gülzow in der Nähe von Güstrow (Landkreis Rostock). Dicke Schleie fanden um Mitternacht die Schneemann-Montage super. „Ich hatte eine Tigernuss mit einem Popup kombiniert“, erläutert der 34-jährige Elektro-Meister.

Hier gleichen sich Auftrieb und Gewicht des sinkenden und des aufsteigenden Boilies aus. Dadurch kann der Fisch den Köder ohne Widerstand aufnehmen. Nicht nur der 55 Zentimeter lange Fisch wird übrigens geräuchert. „Das ist eine Delikatesse“, so Blauwitz.


 

OZ, Volker Penne


PM LUM: Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Aalbesatzmaßnahmen

Schwerin/ Görslow, den 09.06.2020

Zur Unterstützung von Aalbesatzmaßnahmen hat Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, am Montag, 8.6.20, dem Landesanglerverband (LAV) und dem Landesverband der Binnenfischer (LVB) jeweils einen Zuwendungsbescheid übergeben. Die Förderhöhe für den LAV liegt bei rund 58.400 Euro, der LVB wird mit rund 73.400 Euro unterstützt. 75 Prozent der Fördermittel kommen aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF).

„Mein Anliegen ist es, den Europäischen Aal in seinem Bestand zu schützen. Das durch EU- und Landesmittel finanzierte Besatzprogramm mit Jungaalen ist eine wesentliche Säule des Managementplanes des Landes, um den Bestand des Europäischen Aales entsprechend der Europäischen Aalverordnung zu sichern“, sagte Minister Backhaus.

Der LAV hat Ende April/ Anfang Mai in Zusammenarbeit mit acht Angelvereinen in deren Pachtgewässern rund 244.000 vorgestreckte Aale ausgesetzt. Die Gesamt­kosten lagen bei rund 73.000 Euro.

Der LVB hat gemeinsam mit zehn Fischereibetrieben im Mai rund 330.000 vorgestreckte Aale ausgesetzt. Die Gesamtkosten betrugen rund 98.100 Euro.

Die beiden kollektiven Aalbesatzmaßnahmen wurden entsprechend der Richtlinie zur Förderung der Fischerei, Aquakultur und Fischwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern (FischFöRL) zu 80 Prozent gefördert. Der für diese Förderhöhe erforderliche innovative Ansatz besteht darin, dass wissenschaftliche Vorgaben des Instituts für Fischerei der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) zum gewässerspezifischen Besatz umgesetzt werden. So werden optimale Bedingungen für den Aufwuchs sichergestellt.

 

HINTERGRUND

Der Europäische Aal steht auf der Liste der bedrohten Tierarten. Seit den 70-er Jahren wird eine ständige Abnahme des Bestandes festgestellt.

2007 erließ die EU deshalb eine Verordnung, die die Mitgliedstaaten verpflichtet, Managementpläne zu erarbeiten und umzusetzen, die den Bestand des Europäischen Aals sichern (Verordnung (EG) Nr. 1100/2007).

„Kinderstube“ der Aale ist die Sargassosee im Atlantik östlich Florida. Die jungen Aale werden im Zeitraum von drei Jahren mit der Golfströmung über den Atlantik an die Küsten Westeuropas getrieben. Die Glasaale steigen in die Binnengewässer auf und pigmentieren sich. Nach etwa 20 Jahren wandern die laichbereiten Aale wieder in die Sargassosee.

Ziel der EU ist es, dass wieder 40 Prozent der Blankaale abwandern, um die Laichgebiete zu erreichen. Gemäß dem Deutschen Managementplan soll dieses Ziel bis 2040 erreicht werden.

Für das Flusseinzugsgebiet Warnow/Peene ist das Land Mecklenburg-Vorpommern eigenständig verantwortlich. Für die Einzugsgebiete Elbe, Oder und Schlei/Trave, bei denen nur Teilflächen im Bereich des Landes Mecklenburg-Vorpommern liegen, sind andere Institutionen für das Aalmanagement verantwortlich.

Auch Dank der Fördermittel des Landes M-V und der EU wurden im Zeitraum 2009 bis 2019 insgesamt 67,6 t vorgestreckte Aale (Av) und Glasaal (Ao), das entspricht 11,29 Millionen Stück (davon 1,8 Mio. Glasaale) in die Gewässer des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgebracht. Dafür wurden insgesamt EU- und Landesmittel in Höhe von 2,425 Mio. EUR ausgereicht.

Das Besatzprogramm wird von der Landesforschungs­anstalt für Landwirtschaft und Fischerei wissenschaftlich begleitet. Für die Sicherstellung optimaler Aufwuchs­bedingungen wird seitens des Instituts für Fischerei eine Besatzempfehlung in Abhängigkeit der Gewässer­eigenschaften ausgesprochen.

PM Nr.101/2020 | 08.06.2020 | LM | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V


Landesregierung MV aktuell: 574 000 kleine Aale in MV-Gewässern ausgesetzt

Schwerin, den 09.06.2020

574 000 kleine Aale in MV-Gewässern ausgesetzt

Schwerin (dpa/mv) - Rund 574 000 kleine Aale sind in diesem Frühjahr zur Stärkung der Bestände in Mecklenburg-Vorpommerns Gewässern ausgesetzt worden. Das Land beteilige sich an den Kosten mit 131 800 Euro, teilte das Agrarministerium am Dienstag in Schwerin mit. Das Geld gehe an den Landesanglerverband und den Landesverband der Binnenfischer. Drei Viertel der Summe kommen demnach aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds.

Der Europäische Aal steht auf der Liste der bedrohten Tierarten. Seit den 1970er Jahren stellen Wissenschaftler eine beständige Abnahme des Bestandes fest, wie es hieß. Die Ursachen seien weitgehend unklar.

Im Jahr 2007 hat die EU laut Ministerium eine Verordnung erlassen, mit der die Mitgliedstaaten zu Maßnahmen verpflichtet werden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden den Angaben zufolge zwischen 2009 und 2019 rund 11,3 Millionen kleine Aale ausgesetzt, was mit 2,4 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt wurde. Das Besatzprogramm werde von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei wissenschaftlich begleitet.

Quelle: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker


Landtag MV aktuell: Landesregierung beschließt weitere Corona-Lockerungen

Schwerin, den 04.06.2020

Schwerin (dpa/mv) - Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat am Mittwoch weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen beschlossen. Voraussichtlich von Freitag an dürfen sich bis zu zehn Menschen mehrerer Haushalte wieder an öffentlichen Orten treffen, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Mittwoch in Schwerin mitteilte. Zuvor waren nur Treffen unter Angehörigen zweier Haushalte im öffentlichen Raum möglich. Eine entsprechende Regelung musste neu gefasst werden, da die ursprüngliche laut Staatskanzlei bislang nur bis zum 5. Juni befristet war.

Ein paar Tage später sind Lockerungen bei Hallen- und Spaßbädern vorgesehen. Diese sollen von Montag (8. Juni) an wieder eingeschränkt öffnen dürfen. Vorrang sollen zunächst Schul- und Vereinssport haben, wie die Staatskanzlei mitteilte. Eine Öffnung für alle Badegäste sei noch nicht vorgesehen. Darüber werde die Landesregierung in der kommenden Woche beraten. Im Raum steht eine breitere Öffnung der Bäder vom 15. Juni an, also eine Woche später. Freibäder in MV dürfen bereits seit dem 25. Mai wieder öffnen. Fitnessstudios, Sporthallen, Tanz- und Yogastudios sind unter Auflagen ebenfalls bereits geöffnet.

Von Lockerungen sollen auch die Schüler Mecklenburg-Vorpommerns profitieren, jedoch erst zu Beginn des neuen Schuljahres Anfang August. Dann soll es einen verlässlichen und täglichen Regelunterricht für alle Schüler geben. Dies sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Mittwoch in Schwerin. Gleichzeitig werde ein Hygienekonzept für die Schulen entwickelt. Den Kindern und Jugendlichen dürften keine Lücken und Nachteile entstehen, die nicht wieder aufzuholen wären. Dies gelte vor allem für die benachteiligten Kinder. «Wir müssen wieder mehr Bildung ermöglichen», sagte Martin.

Nach ihren Angaben werden die Schulöffnungen gemeinsam mit Gesundheitsexperten vorbereitet. Diese Experten hielten diesen Schritt für vertretbar. Vorbehaltlich der Entwicklung der Infektionszahlen werde auch die 1,50-Meter-Abstandsregel aufgehoben. «Nur so können wir einen täglichen und verlässlichen Unterricht gewährleisten.» Grundpfeiler des Konzeptes sei, dass es feste Gruppen, Klassen, Lehrkräfte und Räume geben wird. Allerdings werden nicht alle Schüler zur selben Zeit in der Schule sein können.

Ein früherer Start des täglichen Präsenzunterrichts noch in diesem Schuljahr sei unter anderem aus organisatorischen Gründen, wie die Ausarbeitung der jeweiligen Hygienekonzepte, nicht möglich.

Ende übernächster Woche ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. In den Ferien soll demnach Förderunterricht angeboten werden. Konzepte für den Regelbetrieb sollen an ausgewählten Schulen getestet werden. Martin betonte, dass konkretere Konzepte noch in der Ausarbeitung seien.

Mit Blick auf die Lehrer erläuterte die Ministerin, dass vom kommenden Schuljahr an wieder alle Präsenzunterricht geben sollen. 34 Prozent der Lehrkräfte in MV würden zur Corona-Risikogruppe gehören, seien also vorerkrankt, schwanger oder älter als 60. Bereits jetzt würde mehr als die Hälfte dieser Pädagogen Unterricht an der Schule geben. Lehrer, die dies im kommenden Schuljahr nicht können oder wollen, müssen sich laut Martin ein ärztliches Attest vom Schul-Betriebsarzt ausstellen lassen.

Die Anmeldungen von Veranstaltungen mit bis zu 75 Personen sollen zudem laut Caffier erleichtert werden. Dies betreffe in vielen Fällen ehrenamtliche Vereine wie Selbsthilfegruppen.

Weitere Lockerungen sollen Thema der Beratung der Landesregierung in der kommenden Woche sein. Dann soll über die nächste Phase im «MV-Plan» beratschlagt werden. Diese Phase beginnt vom 15. Juni an. Darin sind etwa Gespräche zur Prüfung eines Öffnungskonzeptes für Schausteller und Freizeitparks vorgesehen. Der «MV-Plan» ist ein grober Fahrplan, in dem die Schritte zur Rückkehr aus den Corona-Einschränkungen festgehalten sind.

Weiterhin nicht erlaubt sind Tagestourismus-Gäste im Nordosten. Zu einer möglichen Sperrung von Stränden, sofern diese bei gutem Wetter zu voll sind, sagte Caffier, es könne keinem Menschen erklärt werden, warum Strände jetzt gesperrt würden, solange es im Bundesland die Infektionszahlen in dem derzeitigen Umfang gebe.

Nach drei Tagen ohne Corona-Neuinfektionen hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Mittwoch (16.15 Uhr) zwei neue Fälle gemeldet. Ein Fall wurde in Rostock registriert, ein anderer im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Damit sei das Virus nunmehr bei 763 Menschen nachgewiesen. MV hat bundesweit weiterhin die mit Abstand geringsten Corona-Zahlen.

Quelle und weitere aktuee Informationen LINK: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker


Landtag MV aktuell: Ein neuer Corona-Fall über Pfingsten in MV / 300 000 Gäste

Schwerin, den 02.06.2020

Rostock (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern ist am verlängerten Pfingstwochenende eine neue Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Damit sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales bislang 761 Menschen im Nordosten positiv auf das Corona-Virus getestet worden (Stand 1. Juni, 15.00 Uhr). Die bisher letzte Neuinfektion wurde am Samstag gemeldet, am Sonntag und Montag gab es demnach keine neuen Nachweise.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben, blieb bei 20. Die meisten Infektionen werden bislang mit 137 aus dem Landkreis Vorpommern Greifswald gemeldet, gefolgt von der Mecklenburgischen Seenplatte mit 122 Fällen.

722 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 112 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation.

Mecklenburg-Vorpommern hat absolut und auch bezogen auf die Bevölkerung die mit Abstand wenigsten nachgewiesenen Infektionen. Bislang gibt es 47 Fälle je 100 000 Einwohner. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 219. In Bayern ist die Inzidenz mit 359 Fällen je 100 000 Einwohnern am höchsten.

Seit einer Woche dürfen wieder Urlauber aus dem gesamten Bundesgebiet nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Am Pfingstwochenende gab es einen ersten Saisonhöhepunkt mit rund 300 000 Gästen zu den 1,6 Millionen Einwohnern. In zwei Wochen werde man wissen, wie die Hygienemaßnahmen in den Hotels, Restaurants und auf den Campingplätzen gewirkt haben, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf, der Deutschen Presse-Agentur. So durften nur 60 Prozent der Betten in den Hotels belegt werden.

Quelle LINK: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker


Regelungen der Landeswasserschutzpolizei zu Angelrelevanten Themen

Görslow, den 02.06.2020

Regelungen der Landeswasserschutzpolizei zu Angelrelevanten Themen

Die Landeswasserschutzpolizei hat Richtlinien entwickelt, nach denen die  aktuellen Regelungen zur Verordnung der Landesregierung zum dauerhaften Schutz gegen das neuartige Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern (Corona-LVO M-V) vom 08. Mai 2020 umgesetzt, also praktisch angewandt werden. Einige angelrelevante Richtlinien seien hier erwähnt:

Def. Sportboothäfen:  Wasser- und Grundflächen, die als ständige Anlege- oder zusammenhängende Liegeplätze für Sportboote bestimmt sind oder benutzt werden. Also auch Marinas, Yachtclubs, Wasserwanderrastplätze, Bootsschuppen- und Bootshausanlagen, auch als  Privateigentum. 

Untersagt:

Sportbetrieb - Gemeinschaftlich organisierte Wassersportaktivitäten wie Regatten, Drachenbootrennen usw. in einem Sportboothafen sind untersagt.

Getattet:

- Aktivitäten mit  Sportboot, eines eigenen oder gemieteten Wasserfahrzeuges sowie Gewässerausfahrten mit dem Boot sowie Aktivitäten vom Wasserfahrzeug aus  wie Angeln, Baden, Schwimmen und auch Übernachtungen darauf sind gestattet, auch das Angeln im Sportboothafen vom Land aus.

- Wartung Arbeiten am eigenen Boot, zu Wasser bringen Slippen/Kranen des eigenen Bootes innerhalb von Sportboothäfen oder zum Liegeplatz aus dem Winterlager sind möglich

- Vermietung von Booten, Fahrgastschifffahrt, Kutterfahrten („Angelkutter“), Geführte Angeltouren/Guiding, Floßfahrten, Ausbildungsfahrten (Bootsfahrschule)  sind erlaubt

Feierlichkeiten in Häfen

Gestattet: Zusammenkünfte aus familiären Anlässen können als geschlossen Gesellschaft seit dem 25.Mai mit bis zu 30 Personen in separaten Räumlichkeiten durchgeführt werden.

Nicht erlaubt: Regatten/Gemeinschaftliche Ausfahrten. (Stand:29.05.2020)

Hausboot (§ 4 Absatz 1 und 2 Corona-LVO M-V)

Dauermieter mit Vertrag (bis 28. April 2020 über mind. sechs Monate) dürfen sich ständig auf dem Hausboot aufhalten. 

Zutritt zu den Sportboothäfen

Der Zutritt, auch wasserseitig Befahren, ist allen Personen, die eine Beziehung zu der Örtlichkeit haben (Liegeplatz) oder aufnehmen möchten (Mietung eines Kurzzeitliegeplatzes oder eines Bootes), erlaubt. Dies gilt auch für Wasserfahrzeuge, die nicht ihren ständigen Liegeplatz in diesem Hafen haben. Bei der Nutzung der Infrastruktur gelten vorgeschriebene kontaktbegrenzende Maßnahmen der Corona-LVO M-V.

Bootsreisen in M-V (§ 2 Absatz 5 Corona-LVO M-V)

Das Reisen mit eigenem oder gemietetem Boot von Hafen zu Hafen innerhalb von MV ist gestattet.

 

Dienstleistungen (§ 2 Absatz 10 Corona-LVO M-V)

Geführte Angeltouren, Kutterfahrten, Floßfahrten oder ähnliche geführte Ausflüge sind unter dem Begriff „Tourismusaffine Dienstleistungen im Freien“ zu subsumieren und seit dem 20.05.20 erlaubt.  Hier gelten die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen der Corona-LVO M-V. Diese maritimen Aktivitäten unterliegen der Nachweisführung per Anwesenheitsliste.

Für weitere Themen hinsichtlich der Corona-Regeln in M-V nutzen Sie die FAQs der Landesregierung M-V. 


NDR Nordmagazin: Tenkara - Angelmethode aus Fernost im Test

Schwerin/ Görslow, den 26.05.2020

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Sendung: Nordmagazin | 21.05.2020 | 19:30 Uhr 2 min | Verfügbar bis 21.05.2021

Fürs japanische Tenkara-Fliegenfischen aus dem 17. Jahrhundert braucht man nur Rute, Schnur und Fliege. Es ist dort eine traditionelle, erprobte und sehr erfolgreiche Technik. Sie wurde entwickelt um in kleinen und mittelgroßen Bergbächen z.B. Forellen zu angeln.

Angler Christoph Wittek hat es am Wallensteingraben bei Wismar versucht. Begleitet wurde er von Stefan Weidig und seinem NDR-Kamerateam.

LINK:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Tenkara-Angelmethode-aus-Fernost-im-Test,nordmagazin73884.html


Landtag MV: Hotels bereiten sich auf die ersten Gäste vor

Schwerin/ Görslow, den 15.05.2020

Lange werden die Ostseestrände nicht mehr leer sein. Von Montag an dürfen nach zwei Monaten coronabedingter Schließzeit wieder Touristen in Mecklenburg-Vorpommern übernachten. Zunächst sind in den Hotels nur Einheimische zugelassen, vom 25. Mai an dürfen auch Gäste aus anderen Bundesländern kommen. Die Nachfrage nach Sommerferien an der Küste sei enorm: «Im Moment haben wir das Gefühl, die Leute buchen und buchen, aus Angst, nichts mehr zu kriegen», sagt Hotelier Gunter Preussker in Binz auf Rügen. Er betreibt drei Hotels, von denen eins am 18. Mai die ersten Gäste empfangen soll. Vorerst dürfen die Häuser nur zu 60 Prozent ausgelastet werden.

Quelle und weitere Meldungen 

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Landtag M-V: In M-V und Brandenburg starten Hausbootvermieter mit Auflagen

Schwerin, den 13.05.2020

Mit mehreren Wochen Verspätung starten die Hausbootvermieter in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern jetzt in die neue Saison. Wie mehrere Veranstalter am Mittwoch mitteilten, dürfen die ersten Schiffe an diesem Freitag in Häfen in Brandenburg und am Montag in Mecklenburg-Vorpommern auslaufen. Wegen der Corona-Pandemie gelten aber etliche Auflagen. Auf einem Boot dürfen nur Gäste aus höchstens zwei Haushalten schippern. In Hafenbüros muss Mundschutz getragen werden. Die Veranstalter müssen Postleitzahlen der Gäste-Wohnorte abfragen.

Die wasserreiche Region zwischen Zeuthen bei Berlin, der Havel von Plaue bis Fürstenberg, der Müritz zwischen Mirow und Waren sowie der Müritz-Elde-Wasserstraße bis Schwerin ist ein beliebtes Revier für Hobbykapitäne.

In den Brandenburger Häfen können Gäste aus allen Bundesländern ihre Hausbootferien starten, wie der Vermieter Locaboat (Fürstenberg) mitteilte. Bis zum 25. Mai dürfen auswärtige Urlauber allerdings nicht über die Landesgrenze nach Mecklenburg-Vorpommern schippern. «Das schränkt unser Gebiet für führerscheinfreies Fahren über Himmelfahrt noch ein», sagte eine Hafensprecherin in Fürstenberg. Wegen einer gesperrten Schleuse sei auch Templin nicht erreichbar.

Einwohner aus Mecklenburg-Vorpommern dürfen von Montag an Hausboote und Yachten im eigenen Land chartern. Von der Folgewoche an gilt freie Fahrt für alle. Mit der Erfassung der Postleitzahlen soll verhindert werden, dass Menschen aus Risikogebieten in Urlaubsregionen kommen. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gelten als Bundesländer mit vergleichsweise wenig Infektionen.

 

Schwesig gibt in Landtag Regierungserklärung zu Corona-Krise

Schwerin (dpa/mv) - Acht Wochen nach Beginn der Corona-Krise in Deutschland zieht der Landtag in Schwerin eine erste Zwischenbilanz der seit Mitte März im Land verhängten Schutzmaßnahmen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die am Vortag das erfolgreiche Ende ihrer Krebstherapie verkündet hatte, will zum Auftakt der dreitägigen Sitzung in einer Regierungserklärung den bisherigen Kurs der Landesregierung erläutern. Danach ist eine etwa zweieinhalbstündige Aussprache geplant. ...

Quelle und weitere Meldungen unter: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker

 

Quelle: Landtag M-V News


SVZ: Kleine Aale ausgesetzt -AV Wittenburg setzt sich für Bestandserhaltung der bedrohten Fischart ein

Wittenburg/ Görslw, den 12.05.2020

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Um den zukünftigen Bestand zu sichern, hat der Sportfischerverein „Gut Fang“ Wittenburg nun 7,5 Kilogramm Satzaale in die Vereinsgewässer ausgesetzt, mit Unterstützung des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Dieser setzt sich schon seit Jahren aktiv für die Bestandserhaltung des vom Aussterben bedrohten europäischen Aals ein. Unter anderem verkauft der Verein sogenannte Aal-Aktien. Ihr Erlös fließt direkt in den Kauf weiterer kleiner Satzaale.

Auch diese kleinen und kostbaren Wanderfische werden dann hoffentlich im Zuge ihres Lebenszyklusses einmal den gesamten Atlantischen Ozean durchqueren und am Ende aus eigener Kraft heraus für Nachwuchs sorgen. Wäre es doch nicht nur für die Angler sehr bedauerlich, wenn es diese Art einmal nicht mehr geben würde.


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