Landesanglerverband und WEMAG setzen sich fĂĽr Erhalt bedrohter Tierart ein

Marlow, 25.08.2026. Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LAV) und der Energieversorger WEMAG engagieren sich auch in diesem Jahr wieder gemeinsam für den Schutz und den Bestand des europäischen Aals. Dazu traf sich LAV-Vizepräsident Rüdiger Schülke mit WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart und WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann in Marlow, einer Kleinstadt im Westen des Landkreises Vorpommern-Rügen. Dort entließen sie rund 110 Kilogramm Jungaale in die Warnow. Die angefütterten Aale wiegen jeweils rund 10 Gramm und sind 15 bis 20 Zentimeter lang. Jetzt tummeln sich etwa 15.500 Jungaale vor allem im Schilfbereich des Flusses. Die Recknitz mündet bei Ribnitz-Damgarten in den Saaler Bodden, einem Nebengewässer der Ostsee.

Im Vorfeld hatte das kommunale Energieunternehmen wieder Aalaktien des LAV im Wert von 5.000 Euro erworben. Mit ihrem Engagement unterstützt die WEMAG die Aktion des Landesanglerverbandes „Rettet den europäischen Aal“, die den Erhalt und Bestandsaufbau der bedrohten Tierart zum Ziel hat.

„Die Aalaktie gehört seit mehreren Jahren zu unseren ökologischen Projekten, mit denen wir den Natur- und Umweltschutz in der Region fördern. Wir wollen dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht zu stabilisieren und die Artenvielfalt zu erhalten“, erklärte WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart. „Für jede Kundin und jeden Kunden, die sich für unser Erdgasprodukt entscheiden, investieren wir zehn Euro, um diese Projekte zu unterstützen. Dazu gehören neben der Waldaktie und den Moor Futures-Zertifikaten auch die Wildtierhilfe MV sowie die Erhaltung, Revitalisierung und Neuanlage von Streuobstwiesen, die zu den artenreichsten Biotopen Europas gehören“, ergänzte WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann und kündigte eine Fortsetzung der erfolgreichen Kooperation mit dem Landesanglerverband an, um den europäischen Aal nachhaltig zu schützen und den natürlichen Lebensraum Wasser weiter zu sichern.

Am 22. Oktober 2018 hatten der LAV und die WEMAG eine Vereinbarung unterzeichnetet, nach der das kommunale Energieunternehmen jährlich 3.500 Euro für den Aalbesatz zur Verfügung stellte. Es folgte eine weitere Vereinbarung, nach der die WEMAG ab 2020 jährlich 5.000 Euro in den Aalbesatz investiert.

„Die kontinuierliche und gute Zusammenarbeit mit der WEMAG ist für uns inzwischen eine verlässliche Größe im jährlichen Besatzprogramm des LAV. Zur Arterhaltung und Unterstützung des gefährdeten europäischen Aals bringen wir seit nunmehr rund 3 Jahrzehnten Jungaale im Wert von jährlich mehr als einhunderttausend Euro in unsere Gewässer ein. Der Erfolg ist bereits sichtbar“, sagte Rüdiger Schülke, Vizepräsident des Landesanglerverbandes.

HINTERGRUND:


Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. organisiert 49.000 Mitglieder in ĂĽber 600 Vereinen. Er ist in M-V der größte Naturschutzverband. Mit rund einer viertel Million ehrenamtlicher Arbeitsstunden im Jahr leisten Anglerinnen und Angler umfangreiche Fischhege-, Gewässerpflege- und Umweltschutzarbeiten. Zu den wahrgenommenen Aufgaben gehört eben auch der Artenschutz. Seit drei Jahrzehnten besetzt der LAV jährlich Aale, inzwischen im Wert von mehr als 100.000 Euro. Ein Teil der Gesamtsumme wird ĂĽber EU-Mittel im Rahmen des EMFAF und das Land M-V finanziert. Der LAV bietet Vereinen, Regionalverbänden wie auch Privatpersonen oder Geschäftskunden die Möglichkeit, Aalaktien zu erwerben. Diese werden in ihrer finanziellen Aufwendung zu 100 % in den Kauf von Jungtieren eingebracht. Die vorgestreckten Aale aus dem Spendenerlös wiegen etwa sieben Gramm bei 10 bis 15 Zentimeter Länge, sind kräftig, stabil und munter. In groĂźen Bassins werden sie zu geeigneten Seen gefahren und dort eingesetzt. Dort verbringen sie ihr Aal-Leben mit meist guten zehn bis sogar dreiĂźig Jahren. 

Der Weg der Aale: Mit dem Golfstrom gelangen winzige Glasaale, leichter als ein Gramm, aus der Sargassosee an die Atlantikküste Europas. Vor Spanien, Frankreich und England werden sie gefischt und dann in Holland auf Aalfarmen aufgezogen. Über den Handelsweg gelangen sie nach Deutschland, werden hier eingekauft und in hiesige Gewässer eingesetzt. Diese weiten Wege schaffen diese Tiere ohne Hilfe nur sehr schwer und in geringer Population. Deshalb werden sie seit 3 Jahrzehnten durch LAV-Besatzaktionen unterstützt. So bleibt diese Art in Mecklenburg-Vorpommern erhalten und hat ein breites Spektrum an Gewässern europaweit zur Verfügung. Selbst wenn Havarien oder Naturgewalten in einigen Gebieten für sie lebensbedrohlich werden, können sie in anderen weiter existieren – das ist Artenschutz in höchster Form.


Bildtexte:

Foto 1: WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann, LAV-Vizepräsident Rüdiger Schülke, Marlows Bürgermeister Andreas Kröger und WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart (v. l.) setzen gemeinsam die jungen Aale in die Recknitz ein. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Foto 2: WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann überreicht den Behälter mit den jungen Fischen an den LAV-Gewässerwart Marko Röse (v. r.) für den Aalbesatz in der Recknitz. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Ăśber die WEMAG

Die Schweriner WEMAG AG ist ein bundesweit aktiver Ă–ko-Energieversorger mit regionalen Wurzeln und Stromnetzbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Zusammen mit der WEMAG Netz GmbH ist sie fĂĽr ca. 16.000 Kilometer Stromleitungen verantwortlich, vom Hausanschluss bis zur Ăśberlandleitung.

Das Energieunternehmen liefert seinen Privat- und Gewerbekunden neben Strom, Erdgas und Netzdienstleistungen auch die Planung und den Bau von Photovoltaik- und Speicheranlagen, Elektromobilität, Internet, Telefon sowie Digital- und HD-Fernsehen aus einer Hand.

Die 1997 gegründete Telekommunikationsgesellschaft WEMACOM betreibt in Westmecklenburg ein umfangreiches Telekommunikationsnetz und baut mit Partnern Glasfasernetze für Privat- und Geschäftskunden in der Region.

Regionale Verbundenheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit bestimmen das Handeln der WEMAG AG. Die WEMAG AG leistet erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien, berät zu Fragen der Energieeffizienz und bietet die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung über die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG. Die WEMAG AG befindet sich seit Januar 2010 im Mehrheitsbesitz der Kommunen ihres Versorgungsgebietes.